JUAntrag
Keine KI in Kunst und Kultur
Kulturelles Wirken schützen: Keine KI in Kunst und Kultur
- Beschluss
- Beschlossen im August 2026
- Gremium
- Kreisvorstand der Jungen Union Leipzig
- Adressat
- Sächsische Staatsregierung
- Weg
- Eingereicht zum Landestag der JU Sachsen und Niederschlesien am 26. September 2026
- Stand
- Fassung des Antragsbuchs zum Landestag am 26. September 2026
Inhalt des Antrags
Beschlusstext
Die Junge Union Sachsen & Niederschlesien erkennt an, dass Kunst und Kultur eine einzigartige Errungenschaft der Menschheit sind. Die Schaffung von Kunst und Kultur ist daher exklusiv menschlich und kann nicht durch Künstliche Intelligenzen oder andere emuliert werden.
Die Verbreitung KI-generierter Inhalte verwässert künstlerisches und kulturelles Wirken, sie droht Kunst und Kultur in Zusammenhang mit Beliebigkeit und Belanglosigkeit zu stellen.
Aus diesem Grund fordert die Junge Union Sachsen & Niederschlesien,
keine Drittmittel, Projekt- oder Einzelförderungen auszuhändigen, die für die künstlerische Leistung KI-Modelle nutzen will. (Ausdrücklich ausgenommen sind hiervon Verwaltungsaufwendungen.)
die landeseigenen Kultureinrichtungen zu verpflichten, dass alle Kunstwerke und Produktionen frei von KI-generierten Inhalten sind.
die Landesregierung in ihrem eigenen Handeln zur KI-freien Kunst und Kultur, etwa bei Kunst am Bau, zu verpflichten.
in Abstimmung mit den entsprechenden Akteuren Leitfäden für Kommunen für das Spannungsfeld KI/Kunst und Kultur auszuarbeiten.
Begründung
Die Europäische Union ist mit dem EU-AI-Act einen ersten wichtigen Schritt gegangen, um die Konsumenten von Kunst und Kultur für nicht-humane Inhalte zu sensibilisieren, sowie Kulturschaffende vor dem Missbrauch ihrer Arbeit durch KI-Modelle zu schützen. Allerdings betrachtet die Europäische Union im AI-Act hauptsächlich bereits existierende Werke und wie KI auf diese wirkt, sie stärkt den Urheberrechtsschutz und die Kennzeichnungspflichten.
Für Kulturschaffende entsteht allerdings durch die Überflutung der Märkte von Werken mit zweifelhaften Mehrwert ein zusätzlicher Daseinsdruck. Ob in der Literatur, dem Schauspiel, der bildenden Kunst etc. - KI-generierte Inhalte haben sich häufig schon lange eingeschlichen und überspülen den Markt. Aus diesem Grund ist es erstrebenswert, dass öffentliche Mittel für Kunst und Kultur auch bei denen landen, die richtige Kunst schaffen.
Etwa der Deutsche Bühnenverein kritisierte jüngst die Inszenierung von Wagners Ring im Rahmen der Bayreuther Festspiele, die auf ein KI-generiertes und reaktives Bühnenbild zurückgriff mit den Worten ‘Auch geschmackliche Kollateralschäden sind bei dieser Regieersatz-Methode eingepreist.’
Der Schutz von Kunst und Kultur ist ein hehres Ziel und muss in Zeiten, wo mit KI-generierten Inhalten der Versuch unternommen wird, menschliches Handwerk obsolet zu machen, verstärkt werden.
Weitere Anträge
Antisemitismus entgegentreten
Die CDU Sachsen soll das Themenjahr 2026 nutzen, um linkem, religiösem und israelbezogenem Antisemitismus entgegenzutreten. Dazu gehören klare Regelungen für die Exmatrikulation von Studenten, die durch antisemitische Äußerungen oder Handlungen die Sicherheit jüdischer Menschen gefährden.
Ladenöffnung reformieren
Eine eigene Kategorie für Spätverkaufsstellen im Sächsischen Ladenöffnungsgesetz und die Klarstellung, dass personallose Automatenläden nicht unter die Öffnungsbeschränkungen fallen.
Organspende-Register ohne eID
Eintragungen ins Organspende-Register sollen auch ohne Online-Ausweisfunktion möglich sein, etwa bei Bürgerämtern, Hausärzten, Apotheken und Krankenkassen.